Friedrich Balck  > Biosensor  > Versuche  > Magnetfeld-Anregung

Beobachtungen:

Magnetfeld-Anregung


1. Erdmagnetfeld
1.1 Meß-Stationen in Potsdam, Fürstenfeldbruck
1.2 Kiruna Magnetometer, Riometer
1.3 Induktions Magnetometer

2. Wirkung der Felder  auf biologische Systeme
2.1 Zusammenstellung von J. Oschman
2.2 Patente
2.3 Frequenzen und Intensitäten
2.4 Spherics
2.5 Anregung aus dem Kopfhörer, Brain-Wave Generator

3. Experimente mit niederfrequenten Wechselfeldern
3.1 Feldspule zur Rohrleitungssuche und andere technische Geräte
3.2 Bestimmung der Intensität einiger magnetischer Streufelder
3.3 Magnetische Anregung durch elektrische Antriebe
3.4 Hochspannungsleitungen
3.5 Magnetische Anregung durch elektrische Geräte im Haushalt
3.6 Ein Hund als Sensor






Wechselde Magnetfelder können die Spürtätigkeit beeinflussen.
So kann eine Feldspule für die Rohrnetzüberwachung auch für Rutengänger die Objekte besser spürbar machen.

Setzt man ein Objekt beispielsweise elektromagnetischen Wellen aus, so verbessert sich beim Verfahren der Resonanzortung die Empfindlichkeit deutlich.   resonanzortung

Licht ist beim Spüren erforderlich. ( Anregung durch elektromagnetische Wellen? )
/Reddish 2010/  S. 21
"While measuring the interferometer pattern produced by the first interferometer in a pasture near Loch Rannoch one bright sunny evening, the sun set behind a local hill; it was still light but the pasture was no longer sunlit, yet the dowsing response disappeared instantly. I continued to walk back and forth along the usual track and after several minutes the pattern reappeared.
I thought no more about it until some years later when C. M. Humphries told me he had found that dowsing did not work without light and reminded me that another of our colleagues N. Duffy had reported some years ago that light had an effect on dowsing. These reminded me of the sunny evening by Loch Rannoch and led me to carry out experiments in the shielded laboratory to find out what effect light may have on the field produced by rotating masses. The results were as follows.
Light is not needed for a rotating mass to generate a field. The generator can be put in a light proof cardboard box and still gives a dowsing response. Light is needed, however, on the ground where the dowser detects the field, and the strength of the detector response is proportional to the brightness of the illumination."



1. Erdmagnetfeld
1.1 Meß-Stationen in Potsdam, Fürstenfeldbruck

Während das Erdmagnetfeld nur sehr langsam, d.h. in größeren Zeiträumen von Jahren, Jahrhunderten oder Jahrtausenden seine Richtung und Stärke ändert, gibt es auch kleinere Änderungen, die in kürzeren Zeiten ablaufen.       erdmagnetfeld
Hierzu gehören atmospärische  Störungen, einerseits durch Effekte in der Ionosphäre oder im Erdinneren, andererseits auch durch äußere Einflüsse beispielsweise der Sonne bedingt.
Etwa alle 11 Jahre mit dem Zyklus der Sonnenflecken gekoppelt gibt es starke magnetische Unruhe.

global-magentic-activity-2010-10-10_g.jpg
Abb. 01-01-01: Magnetische Aktivität der Woche vom 04.10.2010 bis zum 04.10.2010,
GFZ Helmholtz-Centre, Potsdam.
Der erste Tage (von links) war ruhig, die drei mittleren Tage sehr unruhig.
Man sieht rechts fast nur die täglichen periodischen Schwankungen zwischen Tag und Nacht.
aus       http://www.gfz-potsdam.de/kp-index
Vier Kurven: Deklination (grün), Horizontal- (rot), Vertikal- (blau),  und Totalintensität (violett).


Aufzeichnungen täglich, monatlich und jährlich zusammengefaßt gibt es bei der Uni-München.
http://www.geophysik.uni-muenchen.de/observatory/geomagnetism/taegliche-magnetogramme


geomagnetik-fur20101228_g.jpg
Abb. 01-01-02: Magnetische Aktivität am 28.12.2010 mit kräftiger Abnahme der Horizontalintensität
von 20969 bis 20867 nT , also 102 nT (0,5%)

F ist die Magnetfeldstärke und H ist die Horizontalintensität, beide Größen in Nanotesla [nT].
Z ist die Vertikalintensität in Nanotesla [nT] (positiv nach unten).
D ist die Deklination, das ist der Winkel von geographisch Nord nach magnetisch Nord in Bogenminuten ['] (positiv nach Osten).

Die Deklination um München beträgt ungefähr 90', das entspricht 1°30' Ost beziehungsweise 1.5° Ost.

Die Zeitangaben sind in UTC (das entspricht MEZ - 1 Stunde oder MESZ - 2 Stunden). Die zeitliche Auflösung der Graphik ist 1 Minute. Das Münchner Erd-Observatorium ist Teil der Universität München.

http://www.geophysik.uni-muenchen.de/observatory/geomagnetism/taegliche-magnetogramme/?year=2010&day=28&month=12   

geomagnetik-fur20110204_g.jpg
Abb. 01-01-03: Daten vom 4.2.2011.

Aus den jährlichen Zusammenstellungen ergibt sich die Aussage, daß das Magnetfeld seit Jahren ständig zunimmt.
Im Jahr 2008  von 48045 nach 48073 nT
Im Jahr 2009  von 48073 nach 48100 nT   Änderung von 145 nT in 5 Jahren bei Gesamtfeld von 48000 nT
Im Jahr 2010  von 48100 nach 48130 nT   entspricht einer Zunahme von 0,06 Prozent pro Jahr
Im Jahr 2011  von 48130 nach 48160 nT
Im Jahr 2012  von 48160 nach 48190 nT
Im Jahr 2013  von 48190 nach 48220 nT
Im Jahr 2014  von 48220 nach 48255 nT
Im Jahr 2015  von 48255 nach 48295 nT
http://www.geophysik.uni-muenchen.de/observatory/geomagnetism/yearly-magnetograms/?year=2010&month=None



Schlafstörungen bei unruhigem Magnetfeld
In der Nacht vom 25. auf den 26.10.2016 haben viele Menschen über Schlafstörungen geklagt.
Zu dieser Zeit war das Magnetfeld sehr unruhig.

fur20161025_g.jpg
Abb. 01-01-03a: Daten vom 25.10.2016, die Deklination (blaue kurve) ändert sich stark.
fur20161026_g.jpg
Abb. 01-01-03b: Daten vom 26.10.2016, 
 bei http://www.n3kl.org/sun/noaa.html  wird dieser Zustand als "storm" bezeichnet.
n3kl-org-20161027-001.jpg
Abb. 01-01-03c: Daten vom 25.10.2016 bis 27.10.2016   http://www.n3kl.org/sun/noaa.html
kiruna-3d-20161026-001.jpg
Abb. 01-01-03d: Daten vom 25.10.2016 bis 26.10.2016,     http://www.irf.se/maggraphs/mag3d/
die Richtung des Feldes hat sich innerhalb kurzer Zeit stark geändert.
fur20161021_g.jpg
Abb. 01-01-03e: Daten vom 21.10.2016, Zum Vergleich: das Magnetfeld verhält sich ruhig.




1.2 Kiruna Magnetometer, Riometer

http://www.irf.se//Observatory/?link=Magnetometers
und Riometer
http://www.irf.se//Observatory/?link=Riometers


Interaktiv:  Daten XYZ im 10 Sekunden Abstand als 3D-Darstellung
http://www.irf.se/maggraphs/mag3d/

kiruna-get_plot_date-2013-01-26.png
Abb. 01-02-01:
X- Y- und Z- Komponenten des Erdmagnetfeldes in Kiruna am 26.1.2013

http://www.irf.se/maggraphs/get_plot_date.php?year=2013&month=01&day=26&type=1&station=kiruna
kiruna-riometer-2013-01-27.png
Abb. 01-02-02: Kiruna Riometer, Eigenschaften der Atmosphäre für elektromagnetische Wellen bei 38 Mhz und bei 30 Mhz
http://www.irf.se/riographs/get_plot.php?year=2013&month=1&day=26&type=1&station=kiruna

"Riometer = Relative Ionospheric Opacity meter

Riometers measure the absorption of radio-noise from the stars ('cosmic-noise') in the ionosphere. They usually operate at frequencies between 25Mhz and 50 Mhz where radio-waves are absorbed when there are significant numbers of free electrons in the height region from about 60-110 km.
They make continuous observations of the noise-level and observe deceases in noise relative to the quiet-day level, when high-energy electrons and protons precipitate and cause increased ionisation."

http://www.irf.se//Observatory/?link[Riometers]=Description

kiruna-get_plot_date-2013-01-26-001.jpg
Abb. 01-02-03:
X- Y- und Z- Komponenten des Erdmagnetfeldes in Kiruna am 26.1.2013
Die Grafik zeigt die Bewegung der Spitze des Vektors X,Y,Z
3D-Animation, mit der Maus läßt sich der Betrachtungswinkel verändern, mit dem Mausrad die Vergrößerung. Zeigt man auf die einzelnen Meßpunkte, dann erhält man die zugehörigen Werte.
Darstellung der Werte im 10 Sekunden Abstand. Sechs aufeinander folgende Werte entsprechen also einer Minute.
In der linken Bildhälfte gibt es große und schnelle Änderungen.
(Stand vom 14. Mai 2015) 

http://www.irf.se/maggraphs/mag3d/

D:\www2\biosensor-physik\kiruna-get_plot_date-2013-01-26-002.jpg
Abb. 01-02-04: gleiche Daten, anderer Betrachtungswinkel.  26.01.2013

Grenzen der Achsen:
X-min 10077.833 nT, X-max 10980.818 nT,   delta-X   902.985 nT
Y-min   -578.492 nT, Y-max     83.787 nT,    delta-Y   494.705 nT
Z-min 51400.388 nT, Z-max 52000.338 nT,   delta-Z   599.950 nT  das sind ungefähr 1 % des Erdfeldes

Die große Schleife mit den grünen Punkten links unten hat in X-Richtung eine Ausdehnung von ungefähr 400 nT und in Y-Richtung ungefähr 350 nT. Die Bewegung der Daten beginnt rechts oben etwa bei 19:55 und dauert rund 25 Minuten.

http://www.irf.se/maggraphs/mag3d/


"Sonnenwind"-Daten und Magnetfeld der Erde
Röntgenstrahlung (X-ray), Elektronenfluß, Protonenfluß, Magnetfeld der Erde und Kp-Index

Current Solar Data (from NOAA)
http://www.n3kl.org/sun/noaa.html

----------------------------------
Solar X-rays:

Geomagnetic Field:
>
Status
Status
 
From n3kl.org
---------------------------------



1.3 Induktions Magnetometer

"The image below is a time-frequency spectrogram, which shows the frequency content of signals recorded by the HAARP Induction Magnetometer. This instrument, provided by the University of Tokyo, measures temporal variations in the geomagnetic field in the ULF (ultra-low frequency) range of 0-5 Hz"


http://www.haarp.alaska.edu/cgi-bin/scmag/disp-scmag.cgi

haarp-alaska-edu-gkn20130125_bx.gif
Abb. 01-03-01: Frequenzspektrum des Magnetfeldes im Bereich von 0 bis 5 Hz am 25.1.2013
Die auffälligen Intensitäten bei 2,5 Hz reichen bis zum 28.1.2013.
http://www.haarp.alaska.edu/cgi-bin/scmag/disp-scmag.cgi?date=20130125&Bx=on
haarp-alaska-gkn20130518_bz.gif
Abb. 01-03-02: Frequenzspektrum des Magnetfeldes im Bereich von 0 bis 5 Hz am 18.5.2013
Zwischen 16 Uhr und 20 Uhr gibt es ein periodisches Signal mit etwa 0,1 Hz, das sehr viele Oberwellen hat ( mehr als 50).  siehe die Obertöne bei einer Cello-Saite  oberton-saite.htm
http://www.haarp.alaska.edu/data/scmag/images/2013/2013_05/gkn20130518_Bz.gif
haarp-alaska-gkn20130518_bx.gif
Abb. 01-03-03: die X-Komponente dazu
haarp-arkona-gkn20130518_bx-wav-001_g.jpg
Abb. 01-03-04: Die WWW-Seite haarp.alaska.edu  bietet auch ein Umsetzung der Signale in ein hörbares  Tonsignal. 
Für die Umrechnung gilt etwa  1,7 Hz entspricht 7,5 kHz.
Bei  20 Sekunden Abspieldauer für 24 Stunden Aufnahmezeit ist das 4320 mal schneller. (FB)
haarp-arkona-gkn20130518_bx-wav-xls-001.jpg
Abb. 01-03-05: aus den Obertönen ergibt sich eine Grundfrequenz von 440,9 Hz,
also eine reale Frequenz von 440,9 / 4320  = 0,1020 Hz (FB)





2. Wirkung der Felder  auf biologische Systeme

2.1 Zusammenstellung von J. Oschman

/Oschman 2009/ Seite 77, 78
«7.10 Geomagnetische und geoelektrische Felder
Wir werden Belege dafür anführen, dass es in den "Freilaufphasen", wenn die Hirnwellen nicht vom Thalamus gesteuert werden, zu einem "Entrainment" durch (natürliche oder von Menschenhand erzeugte) elektrische oder magnetische Rhythmen kommen kann. Woher stammen die natürlichen elektrischen und magnetischen Rhythmen?
Das Magnetfeld der Erde ("geomagnetisches Feld" genannt) bewirkt, dass die Kompassnadel immer nach Norden zeigt. Sieht man sich eine Kompassnadel aber genauer unter einem Mikroskop an, steht sie selten still - sie tanzt in unterschiedlichem Rhythmus hin und her. Manche Rhythmen sind zirkadian (24 Stunden), einige viel langsamer und andere viel schneller (im ELF-Bereich). Letztere werden als geomagnetische Mikropulsationen bezeichnet, die ein besonderer Mechanismus verursacht, die sog. Schumann-Resonanz. In den 50er- Jahren hatte der deutsche Atmosphärenphysiker W.O.Schumann vorgeschlagen, den Raum zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre als Resonanz-Hohlraum aufzufassen, ähnlich wie den Resonanzraum eines Musikinstruments......

Die Energie für die Schumann-Resonanz liefern Blitze. Auch wenn das Wetter dort, wo Sie sich gerade aufhalten, heiter ist, entladen sich über die Erde verstreut im Durchschnitt 200 Blitzschläge pro Sekunde. Um die Begrifflichkeit der Physik zu verwenden, "pumpen" Blitze ihre Energie in den Hohlraum zwischen Erdoberfläche und Inosphäre und bringen sie dadurch zum Schwingen mit Frequenzen im ELF-Bereich.»

/Oschman 2009/ S. 79
«Die durchschnittliche Frequenz der Schumann-Resonanz liegt bei 7 - 10 Hz. Wenn sich jedoch die Ionosphäre nach oben ausdehnt, wird der Resonanzhohlraum größer und die -frequenz sinkt. Da sich mit verschiedenen Rhythmen terrestrischen und extraterrestrischen Ursprungs die Höhe und andere Eigenschaften der Ionosphäre verändern, kann auch die Schumann-Resonanz im Bereich von 1-40Hz schwanken. Es gibt Zeiten, in denen die Sonnenaktivität zu regelrechten "Magnetgewittern" führt, die die Ionosphäre stören und die Schumann-Resonanz unterbrechen.

7.11 "Entrainment" durch externe Felder

Schumann-Schwingungen (Oszillationen) breiten sich über weite Entfernungen aus und können leicht durch Mauern von Gebäuden bzw. in den Körper dringen. Ihre Frequenzen weisen zwar beträchtliche Überlappungen mit den biomagnetischen Feldern von Herz und Gehirn auf, doch die Schumann-Resonanz ist mehrere Tausendmal stärker. "


/Oschman 2009/ Seite 141

«Wie oben erwähnt, werden die biologischen Wirkungen natürlicher Energiefelder gründlich untersucht. Ein wichtiges geophysikalisches Phänomen ist die Schumann-Resonanz; sie stellt eine physikalische Verbindung zwischen den Rhythmen von Sonne, Mond, Planeten und anderer Himmelskörper und der menschlichen Physiologie her (auch > Kap. 7).

Um 1950 stellte der deutsche Atmosphärenphysiker W.O. Schumann die These auf, man könne den Raum zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre als Resonanz-Hohlraum auffassen, ähnlich wie den Klangkörper eines Instruments.

Was ist mit Resonanzhohlraum gemeint? Hält man die Löcher eines Blasinstruments zu, verändert sich die Höhe der Luftsäule und damit die Frequenz der stehenden Wellen in diesem Hohlraum. Wenn Wellen in dem Hohlraum wandern und an den Wänden reflektiert werden, bilden sich stehende Wellen. Denn nach jeder Reflektion wandert die zurückgeworfene (reflektierte) Welle in der Gegenrichtung zurück und überlagert die ursprüngliche Welle; dadurch entsteht eine "stehende" Welle. Abbildung 13.4 zeigt, was mit stehenden Wellen und Resonanzhohlräumen in Musikinstrumenten und in der Atmosphäre gemeint ist.

. . .

 Die Energie für die Schumann-Resonanz liefern Blitze aus den Wolken, die in den Boden einschlagen (> Abb. 13.4). Auch wenn das Wetter an der Stelle, an der Sie sich gerade aufhalten, ruhig sein mag, fahren doch - über den Planeten verteilt - in jeder Sekunde durchschnittlich hundert Blitze herab, umgerechnet rund 40 Millionen am Tag. Um den physikalischen Fachbegriff zu verwenden: durch Blitze wird Energie in den Erd-Ionosphären-Resonanzhohlraum gepumpt und bringt sie zum Schwingen (Vibrationen oder Resonanzen) mit Frequenzen im ELF-Bereich.
In einer Reihe von Artikeln, die zwischen 1952 und 1957 erschienen, verfeinerte Schumann seine Resonanztheorie allmählich immer weiter [Literatur in Sentman 1995]. Schumann und König hatten die Resonanzen 1954 entdeckt. Nach ihren ersten Berichten schloss sich eine Phase intensiver Erforschung an (1965-1982), zum Teil auf Anregung der
US-Marine, die daran interessiert war, dass die für die Kommunikation von U-Booten benötigten extrem niedrigen Frequenzbänder untersucht wurden.

Da Blitze elektromagnetische stehende Wellen erzeugen, die mit Lichtgeschwindigkeit um den Erdball wandern und den Planeten durchschnittlich 7,86-mal pro Sekunde umrunden, müsste ein Beobachter an einem beliebigen Punkt der Erdoberfläche sowhol die hochfrequenten elektromagnetischen Signale der Blitze als auch die extrem niederfrequenten Pulsationen wahrnehmen können, die durch stehende Wellen in der Atmosphäre erzeugt werden. Die Hochfrequenzwellen werden von der Ionosphäre zur Erde, von der Erde zur Ionosphäre usw. reflektiert (> Abb. 13.4). Dieses "Zickzack"-Phänomen wurde ausführlich untersucht, weil es die Grundlage für Radiosendungen über lange Strecken liefert.

Da es sich um elektromagnetische Wellen handelt, können die niederfrequenten Schumann-Mikropulsationen sowohl als elektrische wie auch als Magnetfelder detektiert werden. Ihre Frequenz beträgt durchschnittlich 7-10 Hz und entspricht damit der mittleren Frequenz von Hirnwellen des Menschen. Man vermutet, dass diese Korrelation evolutionär und physiologisch von Bedeutung ist [z. B. Direnfeld 1983, Becker 1991].

Wenn die Ionosphäre höher steigt - z. B. auf der Nachtseite des Planeten - und der Resonanzhohlraum größer wird, nimmt die Resonanzfrequenz ab. Verschiedene Rhythmen terrestrischen und extraterrestrischen Ursprungs können die Höhe und andere Eigenschaften der Ionosphäre verändern, daher schwankt die Schumann-Resonanz in einem Bereich von 1-40 Hz. Auch die weltweite Frequenz der Blitze weist Schwankungen auf. In Zeiten, in denen die Sonnenaktivität zu Magnetstürmen führt, wird die Ionosphäre so gestört, dass die Schumann-Resonanzkomplett aufhört.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schumann-Resonanz durch terrestrische Phänomene erzeugt und durch extraterrestrische Aktivitäten modifiziert oder moduliert wird. Eine gründliche und technische Würdigung der Literatur zur Schumann-Resonanz hat Sentman 119951 veröffentlicht. »

Sentman DD
1995 Schumann resonances. In: Volland H (ed.) Handbook of atmospheric electrodynamics. CRC Press, Boca Raton

Direnfeld L K
1983 The genesis of the EEG and its relation to electromagnetic radiation. Journal of Bioelectricity 2:111-121

Becker R 0 .
1991 Der Funke des Lebens. Elektrizität und Lebensenergie. Scherz, Munchen






/Oschman 2009/ Seite 85

«Therapeutisches Entrainment
Dieses Konzept wurde in bemerkenswerter Weise von Robert C. Beck dokumentiert, der 1969 seine zehnjährige Erforschung der Hirnaktivität von "Heilern" in mehreren Weltkulturen begann [Beck 1986].
Die Hirnwellen wurden als EEG (Elektroenzephalogramm) abgeleitet. Bei allen Heilkundigen zeigte sich ein ähnliches Hirnwellenmuster, wenn sie im "veränderten Bewusstseinszustand" versuchten, eine "Heilung" herbeizuführen. Unabhängig von ihren sonstigen Überzeugungen und Gewohnheiten ließ sich bei allen im "heilenden Zustand eine Hirnaktivität von durchschnittlich 7,5-8,O Zyklen pro Sekunde registrieren. Beck untersuchte außergewöhnliche Personen, die berühmt waren oder einen besonderen Ruf als Heiler, "Medien", Schamanen oder Wünschelrutengänger genossen, aber auch einen charismatischen christlichen Heiler, Menschen mit dem "zweiten Gesicht" oder dem "siebten Sinn", einen echten Kahuna-Priester aus Hawaii, Vertreter von Hexenkulten wie Wicca oder Santeria, sowie Radiästheten und Radioniker. Die meisten dieser "übersinnlich" Veranlagten produzierten fast identische EEG-Signale von einer bis mehreren Sekunden Dauer, wenn sie in einen veränderten Bewusstseinszustand eintraten.
Es liegt nahe, sich zu fragen, wie bei diesen Menschen, obwohl sie sich nicht kennen und tausende Kilometer entfernt voneinander leben, dieselbe Hirnwellenfrequenz während der "Heilungen" zustande kommt. Beck hatte bemerkt, dass "alle unterschiedliche Disziplinen ausübten und vollkommen unvereinbare Lehrmeinungen und Standpunkte vertraten; sie wussten vielfach nicht einmal, dass es außerhalb ihres eigenen Glaubenssystems noch andere authentische Anwender gab».
Als Beck an einigen der Teilnehmer zusätzliche Untersuchungen durchführte, fand er heraus, dass Phasen und Frequenz der Hirnwellen während der "heilenden" Momente synchron zu den elektrischen Mikropulsationen der Erde verliefen - d.h. zur Schumann-Resonanz.
Wenn sich zwei Individuen im selben Raum still gegenübersitzen, mit geschlossenen Augen und ohne sich zu berühren, können sich ihre Herz- und Hirnrhythmen offenbar koppeln und angleichen [Russek & Schwartz 1994 und 1996]. Um Herz- und Hirnrhythmen auf eine "interpersonelle Synchronisation" zu untersuchen, wurden bei beiden Anwesenden EKG und EEG abgeleitet. Wie sich zeigte, ist die Synchronisation nicht nur vorhanden, sondern wird noch verstärkt, wenn beide z. B. durch einen Draht, den sie mit der jeweils rechten bzw. linken Hand halten, elektrisch verbunden sind.
Dieser Ansatz eröffnet die Möglichkeit, um Therapeut-Patienten-Beziehungen im Sinne einer Energiekopplung quantitativ untersuchen zu können. Wenn sich die Rhythmen zweier Menschen bereits aufeinander einstimmen ("Entrainment"), wenn sie sich nicht berühren, was ist dann von einer therapeutischen Situation (wie in > Abb. 8.1 gezeigt) zu erwarten?
Insgesamt weisen die hier zusammengefassten Forschungsansätze auf ein interessantes Modell hin, mit dem sich die bei unterschiedlichen Energietherapien zu beobachtenden, ungewöhnlichen Emissionen von Qi oder "heilender Energie" und andere Phänomene erklären lassen. Allen Verfahren gemeinsam scheint der periodische Einklang ("Entrainment") der Hirnwellen bzw. der biomagnetischen Ganzkörper-Emissionen mit den Schumann-Resonanzen der Erdatmosphäre zu sein. Die Schumann-Resonanzen unterliegen ihrerseits wieder terrestrischen und extraterrestrischen Rhythmen, die von zyklischen astronomischen Aktivitäten erzeugt werden.»
Beck R
1986 Mood modification with ELF magnetic fields: a preliminary exploration. Archaeus 4:48



/Oschman 2009/

«9.7 Kohärenz

Bei der Erforschung elektrisch polarisierter Molekülstrukturen stellte sich heraus, dass sich die in Abbildung 9.6 beschriebenen Wechselwirkungen, millionenfach wiederholt von den Molekülen in Zellmembranen, Sehnen-, Muskel-, Knochen-, Nervenzellen
oder anderen Strukturen, zur Entstehung von riesigen kohärenten oder laserartigen Schwingungen führen. Dabei handelt es sich um sogenannte "kollektive" oder "kooperative Phänomene", in denen eine große Zahl von schwach schwingenden Elementen durch ein elektrisches Feld miteinander gekoppelt werden. Auf diese Weise kommt eine starke, regelmäßige und stabile Schwingung zustande, die weit mehr ist als nur die Summe der einzelnen Schwingungen. Sie ist ein Beispiel für die zunehmende Tendenz zu Entstehung neuer Eigenschaften, die mit wachsenden Größenordnungen verbunden ist. Szent-Györgyi [1963] hat dies sehr eloquent beschrieben:
" Indem sie zwei Dinge zusammenbringt, produziert die Natur etwas Neues von neuer Qualität, die sich nicht als Eigenschaft der einzelnen Bestandteile ausdrücken lässt. Geht man von Elektronen und Protonen eine Stufe höher zu den Atomen, Molekülen, Molekülverbindungen usw., bis hinauf zu Zellverbänden oder dem ganzen Tierkörper, zeigt sich auf jeder Ebene etwas Neues, eine neue, atemberaubende Perspektive. Und wann immer Dinge getrennt werden, geht etwas verloren, das vielleicht sogar das wesentlichste Merkmal war.»

Szent-Györgyi A
1963 Lost in the twentieth century. Annual Review of Biochemistry 32:1-14



/Oschman 2009/ Seite 102

«Im Fall der Fröhlich-Oszillationen haben zwei "neue Qualitäten" große Bedeutung für therapeutische Situationen: zum einen die kristallinen Molekülanordnungen überall im Körper, die äußerst empfänglich für Energiefelder in der Umgebung sind. Ihre Empfindlichkeit stößt teilweise hart an die Grenze des physikalisch Möglichen. Biologen entdecken immer mehr dieser Phänomene, die oft als "unmöglich" beiseite geschoben wurden. Fröhlichs Forschung hat nun eine vernünftige biophysikalische Erklärung für diese Empfindlichkeit geliefert (darauf kommen wir in > Kap. 13 zurück). Eine weitere neue Qualität besteht darin, dass starke Oszillationen im kristallinen Netzwerk des Körpers herumwandern und in die Umgebung ausstrahlen können. Dass diese Schwingungen in unterschiedlichen Frequenzbereichen einschliefllich des sichtbaren und fast sichtbaren Lichtspektrums auftreten, wurde theoretisch vorhergesagt und ihre Existenz schließlich auch experimentell nachgewiesen [z. B. Callahan 1975, Popp et al. 1981 und 1992]. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass solche Frequenzen wichtige biologische Wirkungen haben [z. B. Grundler et al. 1977]. Diese kristallinen Komponenten der lebenden Matrix wirken als kohärente "molekulare Antennen", die Signale aussenden und empfangen. Elektroingenieure wissen, dass eine Antenne am besten funktioniert, wenn ihre Länge der Wellenlänge der übertragenen oder empfangenen Signale entspricht. Bei Bewegungen bauen sich im Muskel-Faszien-System Spannungskräfte auf, durch die sich die Länge - und damit die Resonanzfrequenz - der "molekularen Antennen" verändern.
Erfahrene Körper- und Bewegungstherapeuten können solche Veränderungen deutlich spüren und als Information benutzen, um gezielt Stellen im Körper ihrer Klienten aufzuspüren, deren Gleichgewicht gestört oder deren Beweglichkeit eingeschränkt ist. Der Kohärenz in biologischen Systemen wird von Forschern überall auf der Welt viel Aufmerksamkeit Eine der wichtigen Schlussfolgerungen aus ihren Untersuchungen ist, dass auch das Wasser in den Zwischenräumen zwischen den erwähnten
hochgeordneten Molekülsystemen in hohem Maße strukturiert sein muss. Schwingungen der Wassermoleküle können sich an die kohärenten Energiemuster in den Proteinstrukturen ankoppeln. Daraus entsteht ein kohärentes Wassersystem mit laserartigen Eigenschaften, das vermutlich elektromagnetische Informationen zurückhalten und freisetzen kann, d.h. eine Art Gedächtnis besitzt [Del Giudice et al. 1988, Preparata 1995].»

Callahan P S
1975 Tuning into nature. Devin-Adair, Greenwich, CT

Popp FA, Ruth B, Bahr W et al
1981 Emission of visible and ultraviolet radiation by active biological systems. Collective Phenomena 3:187-214

Popp F A, Li K H, Gu Q
1992 Recent advances in biophoton research. World Scientific, Singapore

Grundler W, Keilmann F, Fröhlich H
1977 Resonant growth rate response of yeast cells irradiated by weak microwaves. Physics Letters 62A:463-466

Del Giudice E, Preparata G, Vitiello G
1988 Water as a free electric dipole laser. Physical Review Letters 61:1085-1088

Preparata G
1995 QED coherence in matter. World Scientific, River Edge, NJ



/Oschman 2009/ Seite 135
«13.3. Die Lösung des Dilemmas

Dieses Physik-/Biologie-Dilemma löste sich auf, als sich kürzlich nach langer, sorgfältiger Erforschung herausstellte, dass sich biologische Systeme der einfachen und einleuchtenden Logik - stärkere Reize müssen stärkere Reaktionen hervorrufen - widersprechen. In lebenden Systemen können schwache Felder eine starke Wirkung haben, während starke Felder oft nur eine schwache oder gar keine Reaktion auslösen. Ein Wendepunkt in dieser Kontroverse wurde erreicht, als Wissenschaftler des anerkannten Neurosciences Research Program das Beweismaterial für dieses Phänomen sichteten und zu folgendem Schluss kamen:

Mit dieser These bahnte sich ein Paradigmenwechsel in der Biologie an, der dazu führte, dass elektromagnetische Felder ausgiebig erforscht und klinisch auf nützliche und schädliche Effekte untersucht wurden. Wir wissen jetzt, dass Zellen und Gewebe als in hohem Maße nichtlineare, nicht im thermodynamischen Gleichgewicht befindliche, kooperative und kohärente Systeme auf ganz spezifische Frequenz und Intensitäts-"Fenster" (> Abb. 13.1) reagieren können [Adey 1990].»

Adey W R
1990 Electromagnetic fields and the essence of living systems: modern radio science. Oxford University Press, Oxford, pp 1-36




2.2 Patente

R. Sandyk   /Patente:  Sandyk 1995/   USA, Patent Number 5470846


pineal gland  = Zirbeldrüse


«Once the composition has been administered, the AC pulsed magnetic fields are subsequently applied via an external magnetic coil assembly, or transducer. The transducer is constructed of flexible substrate which allows the transducer to be bent and positioned on the head of a patient in the form of a helmet. The transducer is constructed of a set of coils positioned side-by-side in a two-dimensional array. In the preferred embodiment of the invention, the transducer is constructed of 16 coils arranged in a matrix of four rows by four columns, and the area of each coil is preferably 3.14 cm². When these coils are carrying an electric current, they produce magnetic fields with lines of force parallel to the axes of the respective coils. The locations of the coils are such that the resultant magnetic fields are uniform. The produced magnetic fields are alternating and can be in the frequency range of 1 Hz to 10 kHz, and their intensity can be less than approximately 60 microtesla.

For clinical purposes herein, it is preferred to employ magnetic fields strength in the range of 7.5-75 picotesla with an AC frequency in the range of 2 Hz-8 Hz, the optimum frequency depending on the specific disease. In the experience of the inventor higher amplitudes of the exposed magnetic fields above 75 picotesla and up to 1000 picotesla do not provide additional clinical benefit.

To maintain the effects of the treatment, "maintenance therapy" is implemented during which time the procedure may be repeated once to three times every week depending on the patient's clinical needs. During the period of "maintenance therapy" the patient continues treatment with all the elements of the composition except for those which are given the night before (i.e., L-tryptophan or L-5-HTP) and just prior to the application of magnetic treatment (L-tryptophan or L-5-HTP, fenflurarnine, and pergolide mesylate).

During the entire treatment period as well as the "maintenance therapy" period the patient continues to receive the uspal medications for the disease. For instance, in the case of Parkinson's disease, the patient continues to use his antiParkinsonian medications while receiving the composition and the magnetic treatment. In some instances, antiparkinsonian medications may be reduced during the period of magnetic treatment or "maintenance therapy" based on the judgment of the doctor.

A further benefit of the present invention has been found in that the effects of the pulsed magnetic treatment may be enhanced by applying the magnetic fields in conjunction with a specific AC frequency for each disease state. It is noteworthy that the clinical response to magnetic fields is not influenced significantly by the amplitude of the magnetic fields as long as the intensity of stimulation is in the picotesla range. Specifically, no apparent difference in the clinical response of these patients is noted when the strength of the magnetic fields applied ranges from 7.5 picotesla to 75 picotesla (i.e., ten-fold increase in the amplitude did not impact on the clinical response).

It has been observed that patients with multiple sclerosis experience the greatest degree of improvement of symptoms when administered magnetic fields of an AC frequency in the range of 2 Hz-5 Hz. Patients with chronic progressive multiple sclerosis require an AC frequency of 2 Hz- 4 Hz. With higher frequencies, patients may even experience worsening of symptoms.

On the other hand, patients with Parkinson's disease usually require a higher AC frequency of stimulation in the range of 5Hz-8 Hz to obtain the greatest clinical response. Patients with Alzheimer's disease usually require a similar range of frequencies, namely 5 Hz-8 Hz, to achieve the most favorable clinical response. Likewise, patients with dystonia, tardive dyskinesia, migraine, depression, and schizophrenia require a frequency of stimulation in the range of 5Hz-8 Hz. Patients with seizure disorders require an AC frequency in the range of 4 Hz-7 Hz.

In summary, therefore, it appears that the AC frequency of the applied magnetic fields is more critical to the clinical response to magnetic treatment than the intensity of the magnetic fields. It is possible that the pineal gland is differently affected in these neurological and mental disorders requiring a different AC frequency of stimulation in each of these disorders.»



2.3 Frequenzen und Intensitäten

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Abb. 02-03-01: Frequenz und Stärke von Magnetfelder in unserer Umgebung sowie der Felder im Gehirn.
Eingezeichnet sind auch die Grenzdaten der Meßgeräte.
Die im Gehirn gefundenen magnetischen Wechselfelder sind äußerst schwach, um viele 10-er Potenzen schwächer als das statische Erdmagnetfeld. (blauer Streifen an der vertikalen Achse)
Man kann sie nur mit besonderer Technik zu messen, da sie von vielen sehr viel stärkeren Störungen überlagert werden.
Die zugehörigen Frequenzen liegen etwa zwischen dem Doppelten der Netzfrequenz und einem Zehntel Hertz. (grüner Streifen)     Daten übernommen von /Crescentini 2005/    (FB)


2.4 Spherics

Man findet die so genannten Spherics (Atmospherics), das sind kurze elektromagnetische Wellenzüge (Wavelets) im Kilohertz-Bereich. Aus deren Häufigkeit und Frequenzen lassen sich Wetterinformationen über die Dauer von bis zu zwei Tagen im voraus gewinnen. (Phänomen: Wetterfühligkeit)   siehe    Sferics, Die Entdeckung der Wetterstrahlung,  /Baumer 1987/

Weiterentwicklungen der Beobachtungen von Dr. Florian König,   http://sferics.eu/


2.5 Anregung aus dem Kopfhörer, Brain-Wave Generator

Brain-Wave Generator
Mit Hilfe von Musik aus Kopfhörern läßt sich auf das menschliche Gehirn einwirken.

Beispielsweise verspricht dies das Programm  von   http://www.bwgen.com/
    Want to relax? Meditate? Learn faster? Focus attention? Increase your awareness? Try self-hypnosis?

Verschiedene Mischungen aus hörbaren Frequenzen enthalten Differenzfrequenzen im niederfrequenten Bereich (Schwebungen) und umgehen so die abschneidende Wirkung der unteren Grenzfrequenz der Audio-Kanäle.

Es ist denkbar, daß neben der akustischen Anregung auch die Magnetfelder der Kopfhörer ihren Einfluß auf den Menschen haben.

 
3. Experimente mit niederfrequenten Wechselfeldern

3.1 Feldspule zur Rohrleitungssuche und andere technische Geräte
 
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Abb. 03-01-01: Ein Rohrnetzmeister bei der Arbeit, Korrelationsmeßtechnik.
Undichte Wasserleitung kann man mit empfindlichen Mikrophonen (Geophon) abhören.
Metalle lassen sich über deren Leitfähigkeit vom Erdreich unterscheiden.
Eiserne Objekte übertragen, wenn sie mit Wechselspannung magnetisiert werden, die Magnetfelder  weiter und können dann klassisch mit einer Aufnehmerspule geortet werden. (FB)
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Abb. 03-01-02: Eine Feldspule (rechts) und ein Generator zur Erzeugung von magnetischen Wechselfeldern.
Er kann zwei Frequenzen ausgeben: 1,1 kHz bzw. 10 kHz,  jeweils als Dauersignal oder getaktet.

Beobachtung eines sensitiven Beobachters:
Wenn durch die Sende-Spule ein Wechselstrom fließt, ist dadurch die spürbare Intensität von unterirdischen Strukturen oder Objekten in der Nähe erheblich gesteigert. Für den Spürenden erscheinen diese dann wie "hell erleuchtet" und sind daher besonders gut wahrnehmbar.

Diese Wirkung scheint sich in den Strukturen wie in einem Wellenleiter auszubreiten.(Magnetfeld-Anregung = "Illumination")

(FB)
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Abb. 03-01-03: Signalempfänger mit verschiedenen Filtern für die zu detektierenden Signale. Er ist für mehrere Empfängertypen geeignet: Geophon, Aufnehmerspule ... (FB)
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Abb. 03-01-04: Die Aufnehmerspule mit Ferritkern ist an den Empfänger angeschlossen.  (Die Spule besteht manchmal zur Verbesserung der Empfindlichkeit aus zwei elektrisch gegeneinander geschalteten Hälften (Differenzsignal)).
Schwenkt man sie über das zu suchende Objekte, ist aus der Intensität des Signals eine Richtungsbestimmung möglich. (FB)
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Abb. 03-01-05: Aufnehmerspule, läßt sich 0 ; 45 und 90 Grad zur Haltestange ausrichten. (FB)
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Abb. 03-01-06: Quarzuhr, der Antrieb der Zeiger erfolgt jeweils mit einem Impuls aus einer Magnetspule. Diese ist kaum abgeschirmt. Die Elektronik erzeugt jede Sekunde eine Stromimpuls. (FB)
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Abb. 03-01-07: Armbanduhr aus Titan. Der Magnetimpuls wird hier durch das Gehäuse sehr viel weniger abgeschirmt als bei einer Uhr aus Stahl. (FB)

3. 2 Bestimmung der Intensität einiger magnetischer Streufelder

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Abb. 03-02-01: Auf der Rückseite der Uhr liegt der Magnetfeldsensor. (FB)
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Abb. 03-02-02: Der Impuls hat eine Höhe von 5,2 mVss, 
Das Erdmagnetfeld hat rund 40 mikroTesla entsprechend 400 mV, 
Impulshöhe = 1,2 % vom Erdfeld. (FB)
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Abb. 03-02-03: Eine große Quartzuhr. (FB)
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Âbb. 03-02-04: Auf dem Werk liegt der Magnetfeldsensor. (FB)
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Abb. 03-02-05: Es gibt positive und negative Sekundenimpulse. Sie haben jeweils eine Höhe von rund 150 mV, das sind etwa 30% der Erdfeldstärke. (FB)
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Abb. 03-02-06: Ein negativer Impuls zeitlich höher aufgelöst. (FB)




3.3 Magnetische Anregung durch elektrische Antriebe


Bei Eisen- und Straßenbahnen stellt das System Oberleitung - Schiene eine große Leiterschleife dar, deren Magnetfeld noch in größerer Entfernung (senkrecht zur Fahrrichtung) zu messen ist.  Immer dann, wenn irgendwo auf diesem Abschnitt eine Bahn Strom verbraucht, tritt dieses Magnetfeld auf.
Zusätzlich gibt es lokal noch weitere Felder, nämlich wenn die Bahn vorbeifährt. Die Verlegung der Leitungen innerhalb des Fahrzeuges und die verwendete Steuertechnik sind dabei maßgeblich.

Anwohner sind noch in vielen Metern Entfernung von den Schienen magnetischen Wechselfeldern ausgesetzt, die einige Prozente des Erdmagnetfeldes betragen können.      Rechenbeispiel  siehe felder.htm#magnetfeld

siehe auch elektrosmog.htm#kapitel-01-05

/korschelt 1892/      Seite 281     korschelt-1892-seite-162-197.htm#anhang

"Nachtrag 3.
Die Dynamos der elektrischen Strassenbahnen als Aether-Strahlapparate.

Wenn ich in Halle in einem elektrischen Strassenbahnwagen fahre, so habe ich sehr bald sehr unangenehme Empfindungen. Zunächst fühle ich ein wirres kühles Wehen an den Beinen, dann entsteht eine Uebelkeit im Sonnengeflecht und schliesslich kommt noch ein Eingenommensein des Kopfes, eine Art Betäubung dazu, die nach Verlassen des Wagens manchmal bis zu einer Stunde anhält. Fährt aber ein Wagen vor mir auf der Strasse vorbei, so fühle ich einen kühlen Hauch ihm vorandringen und hinter ihm herziehen. Nachher habe ich für einige Minuten einen einseitigen schwachen Kopfschmerz auf der Seite, die dem Wagen zugewandt war. Als ich mich bei anderen erkundigte, die häufig die elektrische Strassenbahn in Halle benutzen, wussten alle nichts davon, machten aber — ebenfalls alle, denn die Wirkung ist eine ziemlich kräftige — sofort die gleichen Wahrnehmungen und wunderten sich nur, dass sie das früher nicht beachtet hatten.
Die Maschinen der elektrischen Strassenbahnen sind also Aether-Strahlapparate, die aber wirr und unregelmässig  (---282---) die Aethertheilchen ausstrahlen und daher unangenehm wirken. Die Drehbewegung, die sie den Aethertheilchen geben müssen, macht sie den Strahlstangen am ähnlichsten. Möglichst poröse Körper, wie Watte, hindern das Durchdringen der Aethertheilchen am besten. Es wäre also angezeigt, die Dynamos der elektrischen Strassenbahnen in Wattedecken einzuhüllen, um die von denselben ausgehenden schädlichen, weil verwirrten Ausstrahlungen des Aethers von den Fahrgästen abzuhalten und nach aussen zu leiten.

Lichtmaschinen haben auch eine merkbare, aber viel schwächere und bei weitem nicht so unangenehme Aetherausstrahlung."


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Abb. 03-03-01: Bahnstrom auf dem Bahnhof Tübingen, Oberleitung mit 15 000 Volt und 16 2/3 Hertz. (FB)
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Abb. 03-03-02: Zwischen Oberleitung und Schiene gibt es eine große Fläche, die als langgezogene Leiterschleife wirkt und ein Magnetfeld erzeugt. In regelmäßigen Abständen wird der Strom über ein Erdkabel in Oberleitung und Schiene eingespeist. Straßenbahn in Erfurt. (FB)
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Abb. 03-03-03: Einspeisung mit Gleichstrom 600 Volt, heruntertransformiert von 20 kV, Straßenbahn in Braunschweig-Stöckheim,   N52 12 49.2 E10 31 16.6 (FB)
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Abb. 03-03-04: Bei dieser Straßenbahn älterer Bauart wird der Fahrstrom über Vorwiderstände eingestellt. Zwecks besserer Kühlung befinden diese sich auf dem Dach. Wien (FB)
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Abb. 03-03-05: Bei dieser neuzeitlichen Bauart wird der Fahrstrom über elektronische Bauelemente auf dem Dach der Bahn gesteuert. Bedingt durch das getaktete Schalten treten sehr viele Oberwellen und Streufelder auf.  Wien (FB)

Eisenbahnfahrzeuge

Passagiere in der Nähe der Antriebstechnik

siehe auch  elektrosmog.htm#kapitel-01-05

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Abb. 03-03-06: Der ICE 3 ist ein Zug ohne "Lokomotiven" am Anfang und Ende. Die Antriebseinheiten sind in den Wagen untergebracht. Einige Passagiere sitzen über den Antriebsmotoren, andere im Bereich der Steuerelektronik. Beim Fahren wird Wechselstrom unterschiedlicher Frequenz auf die Motoren gegeben, wobei die Frequenz von der Fahrgeschwindigkeit abhängt.
Bei einigen Frequenzen kann der Aufenthalt dort körperlichen Stress für die Passagiere bedeuten.
(FB)
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Abb. 03-03-07: Beim ICE 3 wird der Bahnstrom von Wagen zu Wagen über das Dach geführt. (FB)
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Abb. 03-03-08: S-Bahn mit elektronischen Frequenzumrichtern für die Antriebsmotoren.
Auch in diesen Fahrzeugen sind Elektronik und Motore in der Nähe der Passagiere untergebracht.
Die beim Anfahren gut hörbaren Frequenzen der Motorströme sind nicht nur für die Ohren unangenehm sondern es kann durch die wechselnden Felder unterschiedlicher Frequenz körperlicher Stress entstehen.
Elektrosensible Personen sollten sich in der Mitte eines Wagens aufhalten, auf keinen Fall direkt hinter dem Fahrer in Höhe der ersten Fenster. Dies gilt auch für die Plätze in der Nähe der Drehgestelle bei den Übergängen von einem Wagen zum nächsten.
Sowohl beim Anfahren als auch beim Bremsen produzieren die Elektronik auf dem Dach sowie die Fahrmotoren an den Achsen sehr stark spürbare Effekte, d.h. körperlichen Stress.
Die Triebwagenführer müssen viel aushalten können.   (FB)





3.4  Hochspannungsleitungen

Elektrische Freileitungen erzeugen noch in größeren Abständen Magnetfelder, die für biologische Systeme risikoreich sein können.
   
Es gibt statistisch signifikante Schädigungen im Bereich bis zu Abständen von 600 Meter zu Hochspannungsleitungen /Huss 2008/

/Röösli 2004/

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Abb. 03-04-01: Zwei Drehstromsysteme mit jeweils drei Leitern plus einer Erdungsleitung auf der Spitze der Masten. Die Konstruktion dieser Anordnung führt zu große Flächen zwischen den durchhängenden Seilen, von denen weitreichende Magnetfelder ausgehen. (FB)
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Abb. 03-04-02: Freileitung für Bahnstrom. Zwei Systeme mit jeweils zwei Leitern plus Erdungsseil auf der Mastspitze. (FB)
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Abb. 03-04-03: Im diesem Kabel sind die drei Phasen eines Drehstromnetzes dicht nebeneinander. Das nach außen magnetische abgegebene Streufeld ist nur klein.  100 kV Gasaußendruck-Kabel 400mm²  Cu, E.On Lübeck (FB)
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Abb. 03-04-04: Hochspannung über eine Gleichstromleitung. Baltic-Cable  Lübeck-Malmö
Der einzelne Kupferleiter führt den Strom in eine Richtung, für die zweite Richtung fließt er durch das Wasser der Ostsee. Auf nautischen Karten wird in diesem Seegebiet vor magnetischen Abweichungen gewarnt, da das Streufeld sehr stark ist.    priwall   (FB)
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Abb. 03-04-05: Um die Abstrahlung durch elektrische Entladung zu verringern, vergrößert man die "Oberfläche" des Leiters durch Parallelschalten von vier kleineren Kabeln in größerem Abstand voneinander.  (FB)
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Abb. 03-04-06: Hier bilden jeweils drei Seile einen Leiter (FB)
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Abb. 03-04-07: Blick unter einen Gehweg: die drei roten Kabel in der Bildmitte gehören zu einem 20 kV Hochspannungssystem.  Es baut sich über ihnen ein gut spürbares Streufeld auf. stromkabel.htm
 (FB)
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Abb. 03-04-08: Hochspannungsleitung direkt neben den Häusern in Erlangen, Isarstrasse.
Bahnstrom 110 kV.  Die Seile hängen niedriger als die Dächer der Häuser hoch sind.
Interaktives Luftbild dazu: erlangen-isarstrasse-bahnstrom.kmz
(FB)
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Abb. 03-04-09: Im Jahr 2012 wird die Leitung verstärkt. Dieses Mastfundament steht unmittelbar neben einem Hauseingang (FB)




3.5 Magnetische Anregung durch elektrische Geräte im Haushalt

Im Haushalt gibt es Geräte, bei denen der elektrische Strom durch eine große Leiterschleife fließt, beispielsweise beim Toaster, Tauchsieder, Infrarotstrahler, Elektro-Grill, Herdplatte usw.   toaster         magnetfeld-anregung.htm#toaster

Aber auch kleine Geräte wie Kopfhörer oder Lautsprecher, Mobil-Telefon usw. erzeugen schwache Magnetfelder.

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Abb. 03-05-01: Tauchsieder, der Strom fließt durch einen Draht innerhalb dieser Wendel.
Das dabei entstehende Magnetfeld ist dem einer Spule vergleichbar.  (FB)
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Abb. 03-05-02: Ceran-Feld mit Halogen-Heizkörper. Am dunklen Teil sind die beiden Anschlußdrähte. Der Strom fließt durch den erleuchteten Ring. (FB)
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Abb. 03-05-03: Kochherd mit Gasflammen unter einer CERAN-Platte.
Die Kombination aus brennender Flamme und Strom in der Backofenbeleuchtung erzeugt körperlich spürbaren Stress noch in einigen Metern Entfernung.
Dieser verschwindet, wenn man entweder die Gasflamme abstellt oder das Licht abschaltet.
Die Strömung der Gasflamme wirkt offensichtlich wie fließendes Wasser. (FB)
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Abb. 03-05-04: Elektro-Grill, der Strom fließt entlang dieser Wendel. Es sind insgesamt fünf rechteckige Leiterschleifen mit unterschiedlicher Polarität parallel nebeneinander, die jeweils ein entgegengesetztes Magnetfeld erzeugen. (FB)
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Abb. 03-05-05: Telefonhörer älterer Bauart in Einzelteile zerlegt. Rechts der Permanentmagnet und links darüber die Membrane mit der elektrischen Spule aus dünnem Draht. Fließt durch die Spule ein Wechselstrom, so erzeugt dessen Magnetfeld in dem Eisenjoch eine wechselnde Kraft, und die Spule bzw. die Membrane bewegt sich auf und ab.
Das Feld der Spule ist zum Ohr hin zwar klein, aber nur wenig abgeschirmt.
Eine ähnliche Konstruktion findet man bei Lautsprechern. Auch dort läßt sich das magnetische Wechselfeld außerhalb des Gehäuses messen. (FB)
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Abb. 03-05-06: WLAN Antennen im Kleinen Hörsaal der Physik,
Der Standort rechts (grün) war über einer gekreuzten Wasserstruktur, der linke (rot) ist neutral.
Am rechten Standort koppelten die Felder der Antenne in Struktur ein (wie in einen Wellenleiter) und waren an vielen Stellen im Hörsaal spürbar.
Siehe auch kuehlwasser-fuenf.htm  (FB)
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Abb. 03-05-07: Dieser Wecker mit Batteriebetrieb steht auf einem geopathisch wirksamen Kreuzungspunkt und kann das Körperfeld einer Person in der Nähe meßbar beeinflussen.
kuehlwasser-neun.htm
Die Magnetimpulse dieser Quarzuhr sind nicht mehr spürbar, wenn man die Uhr etwa einen halben Meter von dem Kreuzungspunkt entfernt aufstellt. (FB)


3.6 Ein Hund als Sensor
Erste Erfahrungen mit spürbaren Effekten auf Luftbildern, der Hund "Schlappi" meidet eine Wiese,  siehe      tiere.htm
Dort gibt es unmittelbar neben der Wiese eine Hochspannungsleitung.


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Abb. 03-04-01: Unmittelbar neben der für den Hund unangenehmen Wiese verläuft eine Hochspannungsleitung. Abstand bis zu den Rändern der Wiese: 50 bis 170 Meter (FB)

Literatur:  b-literatur.htm
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- 26.10.2016 F.Balck


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